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Die besten B2B E-Commerce-Plattformen für die SAP-Integration 2026

Entdecken Sie die führenden B2B-E-Commerce-Plattformen für SAP 2026 im Vergleich – mit Fokus auf SAP-Integration, unterstützte Versionen, Stärken, Schwächen und geeignete Einsatzszenarien
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Wichtigste Erkenntnisse:

  • Der globale B2B E-Commerce-Markt wird 2026 laut Prognosen bei einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von durchschnittlich 14,5 % ein Volumen von 36 Billionen US-Dollar erreichen (International Trade Administration)
  • 67 % der B2B-Käufer erwarten ein rein digitales Einkaufserlebnis (Gartner, 2026)
  • Über die Hälfte der B2B-Käufer würde bei einem nicht kanalübergreifend reibungslosen Einkaufserlebnis den Anbieter wechseln. (McKinsey B2B Pulse Survey, 2024)

2026 haben B2B-Käufer schon bei Aufruf Ihres Webshops hohe Erwartungen. Sie fordern das von B2C gewohnte Erlebnis: Self-Service-Bestellungen und Preise, die sich in Echtzeit an ihrem Kundenkonto orientieren. Für Anwender von E-Commerce für SAP lässt sich dieses Erlebnis effektiv nur mit einer eng mit ihrem ERP-System verknüpften Plattform umsetzen und nicht mit einem Webshop, der lediglich nachträglich als Vertriebskanal hinzugefügt wurde.

Denn bei Wahl der falschen Plattform wird die Datenlücke zwischen Ihrem ERP-System und Ihrem Webshop zu einem echten Problem. So kann die Middleware versagen oder es werden nur veraltete Daten bereitgestellt, sodass Käufer das Vertrauen in die Informationen verlieren. In solchen Fällen muss Ihr Vertriebsteam die Lücken manuell schließen, was den Zweck eines digitalen Self-Service-Kanals zunichtemacht.

Dieser Report stellt die führenden B2B E-Commerce-Plattformen des Jahres 2026 für SAP im Detail vor, damit Sie die Vor- und Nachteile abwägen und diejenige finden können, die optimal zu den Geschäftsprozessen Ihres Unternehmens passt.

Schnellvergleich: Die besten B2B E-Commerce-Plattformen für SAP

PlattformIntegrationstypUnterstützte SAP-VersionenOptimal für
Sana CommerceNative SAP ERP-Integration, Live-AbfragenSAP ECC, S/4HANA, SAP Business OneSAP-orientiertes B2B mit minimalem IT-Aufwand
SAP Commerce Cloud (Hybris)Natives SAP-ÖkosystemS/4HANA, SAP ECCGroße Unternehmen mit Fokus auf den SAP Customer Experience Stack
Salesforce B2B CommerceMiddleware oder API-IntegrationAbhängig von der IntegrationUnternehmen mit Salesforce Datensystem
Adobe Commerce (Magento)Middleware oder benutzerdefinierte APIAbhängig vom AufbauEntwicklungsorientierte Teams mit maximalem Anpassungsbedarf
BigCommerce B2B EditionAPI oder Drittanbieter-ToolAbhängig von der IntegrationMittelständische Unternehmen, die in den B2B-E-Commerce einsteigen
Shopify PlusAPI oder Drittanbieter-ToolAbhängig von der IntegrationMittelgroße B2B-Anbieter mit geringeren Anforderungen an die SAP-Integration

Was bei Auswahl einer B2B E-Commerce-Plattform für SAP wirklich zählt

Nicht jede E-Commerce-Plattform ist speziell für SAP konzipiert. Bevor Sie verschiedene Optionen vergleichen, sollten Sie wissen, welche Kriterien eine wirklich integrierte Plattform von einer unterscheidet, die nur behauptet, mit Ihrem ERP-System kompatibel zu sein.

Native SAP-Integration vs. Middleware: Wissen, was Sie bekommen

Die Art und Weise, wie eine Plattform mit SAP integriert ist, bestimmt mehr als nur den Datenfluss. Bei einer nativen Integration greift die Plattform direkt auf Ihr ERP-System zu und ruft Preis-, Bestands- und Auftragsdaten in Echtzeit von dort ab.

Ungenauigkeiten in diesem Bereich führen zu realen Nachteilen. Sie verursachen Verzögerungen, erhöhen das Ausfallrisiko und erfordern bei jedem SAP- oder Plattform-Update einen hohen Wartungsaufwand. Wirklich integrierte Plattformen überspringen diesen riskanten Zwischenschritt, was sich äußerst positiv auf Datenqualität und Zuverlässigkeit Ihres Systems sowie auf die anfallenden Kosten auswirkt.

Echtzeit-Datensynchronisation ist für den B2B-Self-Service unabdingbar

Self-Service funktioniert nur, wenn Käufer den angezeigten Informationen vertrauen. Die „B2B Pulse Survey 2024“ von McKinsey unter fast 4.000 Entscheidungsträgern ergab, dass mehr als die Hälfte der B2B-Käufer den Anbieter wechseln würde, wenn das Erlebnis nicht über alle Kanäle hinweg nahtlos ist. In der Praxis bedeutet das: Der Preis in Ihrem Webshop muss mit den in SAP gespeicherten Konditionen immer übereinstimmen, der Lagerbestand muss die aktuelle Verfügbarkeit anzeigen, der Bestellstatus muss ohne Verzögerung aktualisiert werden und die angezeigten Kreditlimits müssen mit den Angaben Ihres Finanzteams übereinstimmen.

Sobald auch nur ein Teil davon zwischengespeichert, verzögert oder nur näherungsweise angezeigt wird, verlieren Käufer das Vertrauen in Ihren Webshop. Der Zeitgewinn durch den Self-Service wird so zunichtegemacht, denn Ihr Team muss Aufträge wieder telefonisch entgegennehmen, sofern der Kunde nicht längst zu einem Wettbewerber gewechselt ist. Wichtig: Erst die umfassende Echtzeit-Synchronisation mit Ihrem ERP-System macht den Self-Service vertrauenswürdig.

Die für Sie unverzichtbaren B2B-Features

Eine B2C-Plattform mit zusätzlichen B2B-Funktionen ist nicht dasselbe wie eine Plattform, die speziell für B2B entwickelt wurde. Dieser Unterschied wird besonders deutlich, sobald es komplex wird. Eine Gartner-Umfrage aus dem Jahr 2025 ergab, dass 67 % der Käufer ein rein digitales Einkaufserlebnis bevorzugen. Doch das funktioniert nur, wenn Ihre Plattform dies auch tatsächlich leisten kann.

Eine spezifisch entwickelte B2B E-Commerce-Plattform sollte Folgendes bieten:

  • Kundenspezifische Preisgestaltung

    Ihr Webshop sollte stets die genauen Preise und den aktuellen Produktkatalog anzeigen, nicht nur allgemeine Listen.

  • Kontohierarchien

    Eine echte B2B-Plattform unterstützt Multi-User-Konten mit definierten Käuferrollen, Ausgabenlimits und Genehmigungsworkflows.

  • Schnelle Bestellung und Nachbestellung

    Regelmäßige B2B-Käufer stöbern nicht; sie wissen, was sie brauchen, und eine Plattform, die Nachbestellungen schnell und reibungslos abwickelt, wird von ihnen bevorzugt genutzt.

  • Individuelle Vereinbarungen

    Viele B2B-Beziehungen unterliegen vorab ausgehandelten Verträgen, und Ihre E-Commerce-Plattform muss planmäßige Freigaben, Daueraufträge und Vertragspreise nativ unterstützen.

  • Transparenz des Kreditlimits

    Einkäufer müssen ihr verfügbares Kreditlimit und ihren ausstehenden Saldo in Echtzeit einsehen können, ohne dafür Ihr Finanzteam kontaktieren zu müssen.

Wenn eine Plattform zusätzliche Lösungen benötigt, um diese Grundlagen abzudecken, machen sich die daraus resultierenden Kosten schnell bemerkbar und steigen mit der Zeit stetig an.

In die Plattform integrierte Wachstumstools

Ein in SAP integrierter Webshop sollte mehr leisten, als nur Aufträge korrekt abzuwickeln. Er sollte Ihnen aufzeigen, woher die nächste Bestellung kommt. Manche Plattformen betrachten Analysen als eigenständiges BI-Projekt mit eigenem Budget und Zeitplan; andere integrieren sie von vornherein. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie sich fragen, welche Erkenntnisse die Plattform standardmäßig liefert und was Ihr Team entwickeln muss, um grundlegende Fragen zu Nachbestellmustern und der Performance der Vertriebskanäle zu beantworten.

SAP-Kompatibilität als eine zwingende Voraussetzung

Eine Plattform, die mit einer SAP-Version kompatibel ist, funktioniert nicht automatisch auch mit einer anderen – und genau daran scheitern viele Projekte. SAP ECC und S/4HANA verfügen über unterschiedliche Datenstrukturen, APIs und Integrationsmuster, sodass ein für ECC zertifizierter Konnektor unter Umständen umfangreiche Anpassungen erfordert oder unter S/4HANA gar nicht funktioniert.

Wenn Sie sich gerade in der Migration von ECC zu S/4HANA befinden, ist dieser Punkt umso wichtiger. Manche Plattformen unterstützen beide Systeme, andere nicht. Vergewissern Sie sich unbedingt vorher über die Kompatibilität, bevor Sie weitere Aspekte bewerten; diese Frage sollten Sie auf keinen Fall bis zu einem späteren Zeitpunkt des Entscheidungsprozesses aufschieben.

Gesamtbetriebskosten (TCO)

Lizenzkosten sind selten der einzige Kostenfaktor. Implementierung, Integration, Entwicklung, Anpassung und laufende Wartung können dazu führen, dass eine „günstigere“ Plattform über einen längeren Zeitraum hinweg weitaus teurer wird.

Eine auf Middleware angewiesene Plattform verursacht vom ersten Tag an zusätzliche Infrastruktur- und Wartungskosten. Eine Plattform mit umfangreichem Anpassungsbedarf verursacht Entwicklungskosten, die sich mit jedem größeren Update weiter erhöhen. Berechnen Sie daher die Gesamtkosten, bevor Sie Plattformen allein anhand des Preises vergleichen.

Unvorhergesehene Herausforderungen bei der Integration von SAP-E-Commerce-Projekten

Die SAP-Integration ist selten einfach. Am besten eignen sich dafür Plattformen, die von Anfang an auf die SAP-Komplexität ausgelegt sind und nicht erst nachträglich angepasst werden müssen. Folgendes sollten Sie bei der Planung berücksichtigen:

  • Komplexe Preiskonditionen

    Die SAP-Preisgestaltung unterstützt mehrstufige Konditionsarten, kundenspezifische Preise, Mengenrabatte und Vertragspreise. Eine Plattform, die diese nicht korrekt auslesen und anzeigen kann, führt zu einer Diskrepanz zwischen dem, was Käufer sehen, und dem, was ihnen letztendlich in Rechnung gestellt wird.

  • Middleware-Fehlerquellen

    Jede Ebene zwischen der Plattform und SAP ist eine potenzielle Fehlerquelle. Synchronisationsfehler, Timeouts und Versionskonflikte können zu falschen Produktdaten und Preisen oder Störungen im Auftragsprozess führen.

  • S/4HANA Migrationsrisiko

    Die Umstellung von ECC auf S/4HANA ist schon schwierig genug. Plattformen, die nicht für beide Systeme ausgelegt sind, bergen das Risiko von Datenverlusten oder zwingen Sie zu einem Plattformwechsel mitten im Umstellungsprozess.

  • Management großer Kataloge

    Umfangreiche Kataloge belasten Plattformen, die nicht für den B2B-Handel ausgelegt sind. Ohne die richtige Architektur verschlechtern sich Such- und Seitenladezeiten sowie API-Antwortzeiten.

  • Laufende Wartung

    SAP-Updates, Plattform-Releases und Backend-Änderungen sind mit einem hohen Wartungsaufwand für die Schnittstellen verbunden. Middleware-abhängige Konfigurationen erfordern meist den größten Aufwand, und diese Kosten werden leicht unterschätzt.

  • Konsistenz der Kundendaten

    Wenn Kontodaten, Bestellhistorie und Preise nicht nahtlos zwischen SAP und Frontend synchronisiert werden, steigen die Supportkosten und das Kundenerlebnis leidet. Für Plattformen ohne native SAP-Integration ist die Sicherstellung konsistenter Daten eine ständige Herausforderung.

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Die besten B2B E-Commerce-Plattformen für SAP 2026

Die Wahl der richtigen Plattform hängt von Ihrer Unternehmensgröße, SAP-Version, Branche, IT-Ressourcen und davon ab, wie viel Komplexität Ihr Team bewältigen kann. Hier ein Vergleich der führenden Lösungen:

Sana Commerce

Sana Commerce wurde speziell für den B2B-E-Commerce auf SAP und Microsoft Dynamics entwickelt. Die Plattform bezieht die Daten direkt aus Ihrem ERP-System, wodurch der Einsatz von Middleware oder eine doppelte Datenspeicherung vermieden werden.

Das hat den großen Vorteil, dass Preise, Lagerbestände, Produktinformationen und Kontodaten in Ihrem Webshop jederzeit mit den Daten Ihres ERP-Systems übereinstimmen. Durch die native Integration entfällt jeglicher Bedarf an API-Konnektoren und Synchronisierungstools von Drittanbietern. Sana Commerce Cloud ist zudem von SAP für „Clean Core“ mit „RISE with SAP“ zertifiziert. Diese Zertifizierung bestätigt, dass die SAP-Integrationssoftware den „Clean Core“-Prinzipien von SAP entspricht und Sie dabei unterstützt, B2B Commerce-Erlebnisse mit SAP-ERP-Prozessen zu verknüpfen, ohne Änderungen am SAP-Core vornehmen zu müssen.

Darüber hinaus beinhaltet Sana Commerce integrierte Analysetools und eine Commerce Console, die Ihre Leistungsdaten und Prozessabläufe an einem Ort bündeln. So erhalten Ihre E-Commerce-Manager optimalen Einblick in die Performance und können entsprechend handeln.

Am besten geeignet für: Hersteller und Großhändler, die SAP ECC, S/4HANA oder SAP Business One einsetzen und einen umgehend komplett einsatzbereiten B2B-Webshop fordern, ohne dabei kundenspezifische Entwicklungen oder externe Middleware verwalten zu müssen.

SAP-Integrationsansatz: Native, direkte ERP-Integration.

Vorteile:

  • Ausschluss einer Middleware-Ebene bedeutet weniger Fehlerquellen und geringere langfristige Wartungskosten
  • Echtzeit-SAP-Daten zu Preisen, Lagerbeständen, Auftragsstatus und Kontoständen
  • Integrierte B2B-Funktionen: Schnellbestellungen, Rahmenaufträge, Kontenhierarchien, Kreditübersicht
  • Unterstützt SAP ECC, S/4HANA und SAP Business One
  • SAP-zertifiziert für „Clean Core“ mit RISE für SAP, was einfachere SAP-Wartungen und ein geringeres Upgrade-Risiko ermöglicht
  • KI zur Beschleunigung der täglichen Handelsabläufe, von automatisch generierten Produktbeschreibungen und -attributen bis hin zur visuellen und geführten Artikelsuche
  • Integrierte Analysen über die Commerce Console und Insights, wodurch Wachstumstools sofort einsatzbereit sind und nicht als separates BI-Projekt umgesetzt werden müssen
  • Schnellere Umsetzung als bei stark angepassten Alternativen
  • Hohe Skalierbarkeit für wachsende B2B-Aktivitäten und umfangreiches E-Commerce-Business

Nachteile:

  • Speziell für SAP und Microsoft Dynamics entwickelt und daher nicht geeignet, wenn Sie SAP nicht als ERP-System nutzen
  • Für die B2B-Komplexität konzipiert und daher nicht für den B2C-Vertrieb oder für einfache Produktsortimente mit unkomplizierten Bestellungen über einen einzigen Vertriebskanal geeignet

SAP Commerce Cloud (ehemals Hybris)

SAP Commerce Cloud, früher bekannt als Hybris, ist die SAP-eigene E-Commerce-Plattform und Teil der umfassenderen SAP Customer Experience Suite. Sie bietet eine tiefe Integration mit S/4HANA über native SAP-APIs und richtet sich an große Unternehmen, die ihr gesamtes CRM-, Commerce- und ERP-Ökosystem innerhalb der SAP-Produktfamilie betreiben möchten.

Am besten geeignet für: Großunternehmen mit umfangreichen IT-Ressourcen, komplexen Omnichannel-Anforderungen und einem umfassenden Bekenntnis zum SAP-Ökosystem.

SAP-Integrationsansatz: Native Integration innerhalb des SAP-Ökosystems.

Vorteile:

  • Tiefe Integration in die SAP-Produktsuite
  • Starke Omnichannel- und CMS-Fähigkeiten
  • Speziell für Umfang und Komplexität von Großunternehmen entwickelt

Nachteile:

  • Hohe Gesamtbetriebskosten, da Implementierung, Lizenzierung und laufende Anpassungen erhebliche Kosten verursachen
  • Langer Einführungszeitraum, oft ein Jahr oder länger
  • Erfordert umfangreiches internes SAP-Fachwissen für eine effektive Verwaltung
  • Kann für mittelständische Unternehmen oder einfachere Anwendungsfälle komplexer als nötig sein

Salesforce B2B Commerce

Salesforce B2B Commerce, früher bekannt als CloudCraze, wurde für Unternehmen mit Salesforce als Hauptsystem entwickelt. Die SAP-Integration erfolgt über Middleware-Konnektoren, sodass die Qualität der Integration stark von der Wahl des Konnektors und den für die Entwicklung bereitgestellten Ressourcen abhängt.

Am besten geeignet für: Unternehmen mit Salesforce CRM als zentralem Betriebssystem, bei denen die SAP-Integration eine untergeordnete Rolle spielt.

SAP-Integrationsansatz: Middleware- und API-basiert.

Vorteile:

  • Native Integration mit Salesforce CRM und Kundendaten
  • Starke Funktionen für Kundenbindung und Personalisierung
  • Einfacher Einsatz für Teams, die die Salesforce-Plattform bereits nutzen

Nachteile:

  • SAP Integration hängt von der Qualität und Wartung des Konnektors ab
  • Middleware verursacht Verzögerungen und kann zu Problemen mit der Datengenauigkeit führen
  • Komplexe Preisstrukturen aus dem SAP ERP lassen sich manchmal nur schwer präzise nachbilden

Adobe Commerce (Magento)

Adobe Commerce, früher bekannt als Magento, ist eine stark anpassbare Plattform, die besonders auf Flexibilität, Skalierbarkeit und Self-Service ausgelegt ist. Eine SAP-Integration ist möglich, erfordert jedoch die Entwicklung einer maßgeschneiderten API oder den Middleware-Einsatz von Drittanbietern. Die Plattform bietet viel Möglichkeiten für individuelle Entwicklungen, vorausgesetzt, das Unternehmen verfügt über die erforderlichen Ressourcen für die Wartung.

Am besten geeignet für: Unternehmen, die maximale Anpassungsmöglichkeiten benötigen und bereit sind, eine maßgeschneiderte SAP-ERP-Integration langfristig zu verwalten.

SAP-Integrationsansatz: Individuelle API-Entwicklungen oder Middleware-Konnektoren von Drittanbietern.

Vorteile:

  • Hochgradig anpassbare Frontend- und Backend-Architektur
  • Flexible CMS- und Produktkatalogverwaltung

Nachteile:

  • SAP-Integration erfordert erheblichen Entwicklungsaufwand
  • Hohe Gesamtbetriebskosten unter Berücksichtigung von Entwicklung, Hosting und Wartung
  • Qualität der Integration ist vollständig von der Fachkompetenz des Entwicklerteams abhängig
  • Steigender Wartungsaufwand für die Middleware, da sowohl SAP als auch Adobe Commerce regelmäßig Updates veröffentlichen, die Aktualisierungen erfordern.

BigCommerce B2B Edition

BigCommerce B2B Edition ist eine SaaS-Plattform, deren B2B-Funktionen in den letzten Jahren ausgebaut wurden. Die SAP-Integration erfolgt über Konnektoren von Drittanbietern im App-Marktplatz; eine native SAP-Integration ist nicht enthalten. Die Lösung eignet sich am besten für mittelständische Unternehmen, die den Einstieg in den B2B E-Commerce suchen, ohne den hohen Aufwand einer Enterprise-Plattform in Kauf nehmen zu müssen.

Am besten geeignet für: Mittelgroße B2B-Unternehmen mit weniger komplexen SAP-Anforderungen, die in den digitalen Handel einsteigen und eine überschaubare SaaS-Lösung suchen.

SAP-Integrationsansatz: Konnektoren von Drittanbietern und API-Integrationen über den Marktplatz verfügbar.

Vorteile:

  • Geringere Gesamtbetriebskosten für mittelständische Anwender
  • Cloudbasiertes SaaS-Modell reduziert den Umsetzungsaufwand
  • Wachsendes Angebot an B2B-Features und -Workflows
  • Hohe Konversionsraten durch übersichtliche B2B-Einkaufserlebnisse

Nachteile:

  • Nicht native SAP-Integration, die von der Zuverlässigkeit des Drittanbieter-Konnektors abhängt
  • Eingeschränkte Unterstützung für komplexe SAP-Preisbedingungen
  • Nicht effektiv skalierbar für große Kataloge oder komplexes B2B-Auftragsmanagement 

Shopify Plus

Shopify Plus ist vor allem eine B2C-Plattform, die auf den B2B-Bereich ausgeweitet wurde. Für die SAP-Integration sind Apps von Drittanbietern oder eine individuelle API-Entwicklung erforderlich. Die Plattform eignet sich für B2B-Unternehmen mit übersichtlichen Katalogen und Preisstrukturen, doch komplexe SAP-Konfigurationen übersteigen schnell die Grenzen dessen, was die Plattform effektiv bewältigen kann.

Am besten geeignet für: Mittelständische B2B-Unternehmen mit einfachen Anforderungen an die SAP-Integration, geringer Produktkomplexität und starken, markenorientierten Zielen im Bereich des digitalen Handels.

SAP-Integrationsansatz: Drittanbieter-Apps und individuelle API-Entwicklungen.

Vorteile:

  • Schnelle Bereitstellung und von Beginn an ausgereifte Benutzererfahrung
  • Starkes Ökosystem aus Apps und Integrationen
  • Geeignet für Unternehmen mit starker Direct-to-Consumer-Ausrichtung

Nachteile:

  • Eingeschränkte B2B-Funktionalität im Vergleich zu speziell entwickelten B2B-Plattformen
  • Nicht native SAP-Integration kann für komplexe ERP-Systeme nicht ausreichend sein
  • Blanket-Orders, Angebotsworkflows und SAP-gesteuerte Mengenrabatte erfordern zusätzliche Apps oder kundenspezifische Entwicklungen
  • Nicht für Umfang und Komplex

Wie vergleichen sich Adobe, Salesforce, SAP Commerce oder Big Commerce eigentlich zu Sana? 

Finden Sie in unseren Vergleichen heraus welche B2B Plattform besser zu Ihrem Unternhemen passt. 

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Image of two business people looking over charts and comparing notes - featured image for G2 Comparison Report

Welche SAP-E-Commerce-Plattform passt zu Ihrem Unternehmen?

Die richtige Wahl hängt von Ihrer SAP-Version, Unternehmensgröße, vorhandenen IT-Kapazitäten und davon ab, welchen Komplexitätsgrad Sie dauerhaft bewältigen möchten. Hier eine Aufstellung der gängigsten Szenarien und der jeweils passenden Plattform:

  • Anforderungsprofil: Sie möchten den IT-Aufwand für SAP ECC, S/4HANA oder Business One minimieren.
    • Plattform: Sana Commerce
    • Begründung: Native Integration, keine zu verwaltende Middleware und sofort einsatzbereite B2B-Funktionalität.
  • Anforderungsprofil: Sie möchten vollständig im SAP-Ökosystem bleiben.
    • Plattform: SAP Commerce Cloud
    • Begründung: Tiefe Integration in das SAP-Ökosystem, allerdings ist mit erheblichen Investitionen in die Einführung und die laufende Verwaltung zu rechnen.
  • Anforderungsprofil: Sie möchten Salesforce als Ihr System of Record beibehalten.
    • Plattform: Salesforce B2B Commerce
    • Begründung: Gut funktionierender CRM-First-Ansatz, sofern der SAP-Konnektor sorgfältig integriert wird.
  • Anforderungsprofil: Sie benötigen maximale Anpassungsmöglichkeiten und verfügen über ein starkes Entwicklerteam.
    • Plattform: Adobe Commerce
    • Begründung: Hohe Flexibilität, allerdings kann die Wartung einer maßgeschneiderten SAP-Integration hohe Kosten verursachen.
  • Anforderungsprofil: Sie steigen kostengünstig und unkompliziert in den digitalen Handel ein.
    • Plattform: BigCommerce B2B Edition
    • Begründung: Ein einfacher Einstieg mit geringeren Kosten und Komplexität, vorausgesetzt, Ihre Anforderungen an die SAP-Integration sind überschaubar.
  • Anforderungsprofil: Sie benötigen native Unterstützung für SAP Business One.
    • Plattform: Sana Commerce
    • Begründung: Eine der wenigen Plattformen mit nativer SAP-Business-One-Unterstützung und integrierten B2B-Funktionen. Hier sehen Sie einen direkten Vergleich mit anderen B2B-E-Commerce-Plattformen.

Bereit, 2026 die richtige SAP-E-Commerce-Plattform zu finden?

Die meisten E-Commerce-Plattformen behaupten, mit SAP kompatibel zu sein, doch nur wenige sind von Anfang an darauf ausgelegt. Der B2B E-Commerce-Markt wird Prognosen zufolge bei einer jährlichen Wachstumsrate von 14,5 % 2026 ein Volumen von 36 Billionen US-Dollar erreichen. Die Unternehmen, die von diesem Wachstum am stärksten profitieren, sind nicht diejenigen mit den komplexesten Technologiestacks. Es sind vielmehr jene, deren Plattformen die Daten aus ihrem ERP-System direkt widerspiegeln.

Sana Commerce wurde von Grund auf für genau diesen Zweck entwickelt. Es liest Daten direkt aus Ihrem ERP-System aus, sodass Ihr Webshop jederzeit den aktuellen Stand des Systems widerspiegelt; ganz ohne eine zwischengeschaltete Konnektor-Ebene. Außerdem ist die Lösung im Rahmen von „RISE with SAP“ für „Clean Core“ SAP-zertifiziert. Dies gibt Kunden die von SAP bestätigte Gewissheit, dass die SAP-Integrationssoftware von Sana die „Clean Core“-Prinzipien unterstützt und gleichzeitig ihre SAP-Umgebung upgradefähig und wartbar hält. Da die Daten stets stimmen, können Sie die darauf aufbauenden Analysen und Tools zuverlässig als Handlungsgrundlage nutzen.

Fordern Sie eine Demo an und erfahren Sie, wie Sana Commerce zu Ihrer SAP-Umgebung, Ihrem Team und den spezifischen Anforderungen Ihrer Kunden passt.

Häufig gestellte 
Fragen

Digital Engine

Ein SAP-zertifizierter Konnektor ist eine von SAP getestete und validierte Integration, die mit spezifischen SAP-ERP-Versionen kompatibel ist. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er jedes Geschäftsmodell unterstützt; Sie sollten daher prüfen, welche spezifischen Funktionen Sie benötigen.

Wenn Ihre E-Commerce-Plattform direkt in Ihr SAP-ERP-System integriert ist, zeigt Ihr Frontend ohne manuelle Aktualisierungen korrekte Preise, den aktuellen Lagerbestand und Echtzeit-Bestellstatus sowie kundenspezifische Daten an. Dies bietet Käufern ein zuverlässiges Self-Service-Erlebnis und reduziert den manuellen Arbeitsaufwand Ihres Teams bei der Auftragsabwicklung.

Beginnen Sie damit, wie die Plattform Ihre Daten ausliest: Werden die ERP-Daten zum Zeitpunkt einer Transaktion in Echtzeit ausgelesen oder aus einer separaten synchronisierten Version? Falls eine Synchronisierung stattfindet, fragen Sie, wie oft diese durchgeführt wird, was passiert, wenn sie fehlschlägt und wer sie nach SAP-Updates wartet. Erkundigen Sie sich anschließend, welche Funktionen bereits vorinstalliert sind und welche für Ihre spezifische SAP-Konfiguration noch konfiguriert oder durch individuellen Code angepasst werden müssen. Hinzukommt die Frage, wie ein realistischer Zeitplan für die Implementierung in einem Unternehmen Ihrer Größe aussieht. Fragen Sie schließlich, in welchen Produktbereichen KI bereits zum Einsatz kommt und welche Funktionen live sind bzw. noch auf der Roadmap stehen. Anbieter mit echter SAP-Erfahrung können all diese Fragen detailliert beantworten.

Hersteller benötigen meist von Anfang an einige wesentliche Funktionen: native SAP-Integration, Unterstützung für komplexe Preisgestaltung, die Verwaltung großer Produktkataloge sowie B2B-spezifische Funktionen wie Rahmenaufträge, Schnellnachbestellungen und Kundenhierarchien. Plattformen, die nicht für diese Komplexität entwickelt wurden, sind oft auf teure Anpassungen angewiesen, um die Lücken zu schließen. Ein Vergleich von E-Commerce-Plattformen für Unternehmen anhand dieser spezifischen Anforderungen erleichtert die Auswahl erheblich.