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7 Gründe, warum sich IT-Führungskräfte eine digitale Prozessautomatisierung wünschen

Whitney Koontz
September 8, 2022

Bei der Wahl eines Onlineshops, der Ihr B2B-Unternehmen fit für die Zukunft machen soll, steht viel auf dem Spiel. Onlineshops haben das Potenzial, mehr zu sein als nur ein Produktkatalog – und IT-Experten wissen das. Immer häufiger suchen sie Lösungen, die digitale Prozessautomatisierung unterstützen. B2B E-Commerce bildet da keine Ausnahme.

Dies geht aus einer brandneuen Studie mit über 1.000 IT-Führungskräften hervor. Basierend auf dieser Untersuchung haben wir umfassende Erkenntnisse über die Risiken und Kosten einer E-Commerce Fehlinvestition erlangt. Die daraus resultierenden Frustrationen der IT-Abteilung in Bezug auf Mehrkosten und Zeitaufwand beleuchtet dieser Studien-Auszug

 

DACH IT Report teaser cover

Nach der Definition des Begriffs „Digitale Prozessautomatisierung“ finden Sie Im Folgenden Gründe aufgelistet, warum sich IT-Führungskräfte genau jetzt mehr denn je eine vollständige digitale Prozessautomatisierung wünschen.

Was bedeutet digitale Prozessautomatisierung?

Digitale Prozessautomatisierung (Digital Process Automation, DPA) ist eine Methode, bei der digitale Technologie zur Automatisierung einer oder mehrerer Aufgaben in einem Geschäftsprozess eingesetzt wird. Unternehmen nutzen häufig Software als Mittel zur Automatisierung, um ihre Arbeitsabläufe zu optimieren. Der Einsatz von Digital Process Automation bedeutet nicht unbedingt, dass ganze Prozesse automatisiert werden. Vielmehr sind die Prozesse oft teilweise automatisiert, was bedeutet, dass eine Form der menschlichen Interaktion weiterhin erforderlich ist.

Die digitale Prozessautomatisierung wird oft mit der Automatisierung von Geschäftsprozessen verwechselt. Der Unterschied liegt vor allem im Umfang und in der Zeitplanung. Bei der Geschäftsprozessautomatisierung handelt es sich um eine Methode, mit der die Geschäftsprozesse eines Unternehmens entwickelt, ausgeführt und automatisiert werden. Digitale Prozessautomatisierung hingegen findet in der Regel statt, nachdem ein Prozess bereits bis zu einem gewissen Grad digitalisiert worden ist.

7 Gründe, warum sich IT-Führungskräfte jetzt eine vollständige digitale Prozessautomatisierung wünschen

1. Hohe Kosteneinsparungen dank digitaler Prozessautomatisierung

In unserem Bericht nennen 50 % der IT-Verantwortlichen hohe IT-Kosten und geringere Budgets als derzeit größte Herausforderung. Aus der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der IT-Experten an die Kosten denkt, ist abzuleiten, dass bei der Suche nach einer B2B E-Commerce-Lösung vor allem auf das Budget geschaut wird. Ebenso wichtig ist allerdings die korrekte Analyse der graduellen Gesamtkosten. Denn eine Lösung, die vorab von großem Wert erscheint, kann sich mit der Zeit als echte Fehlinvestition erweisen, wenn unvorhergesehene Wartungsarbeiten ein Loch ins Budget fressen.

Was bei der Umfrage unter IT-Experten zum Thema Kostensenkung auch auffällt, ist, dass mit einem Großteil des IT-Budgets sichergestellt wird, dass neue Software sich mühelos in die vorhandene Infrastruktur einfügt. 35 % – mehr als ein Drittel – des alljährlichen IT-Budgets wird für die ordnungsgemäße Integration von Lösungen aufgewendet, was heißt, dass eine einfache Integration ganz oben auf der Wunschliste steht. Überlegen Sie nur mal, wo sich dieses Budget stattdessen einsetzen ließe. Statt nur (defensiv) Auftragsfehler zu beheben und Tickets abzuarbeiten, könnten IT-Budgets für visionäre Projekte genutzt werden.

2. IT-Abteilungen sind Gewinntreiber

Arno Ham, CPO bei Sana Commerce, hat dazu kürzlich für den IT Stand Up-Podcast Willem Pretorius, den IT-Manager von Montego Pet Nutrition, interviewt. Pretorius betonte, dass seine SaaS-basierte E-Commerce Lösung die Gesamtbetriebskosten (TCO) des Unternehmens senkt, indem sie B2B E-Commerce-Prozesse automatisiert, die früher viel Zeit und Arbeit in Anspruch nahmen.

Er ist stolz darauf, dass mit den Einsparungen seiner IT-Abteilung gezielte Marketingkampagnen geführt wurden, mit denen der Kundenstamm von Montego erweitert werden konnte. Auch Pretorius’ Kollegen aus dem kaufmännischen Team sind vom steigenden ROI, den der Onlineshop erzielt, begeistert.

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3. Eliminieren von Ausfallzeiten des Onlineshops für bessere Ergebnisse

Jeder Ausfall der E-Commerce-Lösung beeinflusst das Geschäftsergebnis Ihres Unternehmens. Auftragseinbußen sind aber nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um die lange Liste an Problemen durch Ausfallzeiten geht.

Tatsächlich sind laut unserer Studie pro Monat 173 Aufträge durch Webshop-Ausfallzeiten gefährdet. Diese Marge kann leicht den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Monat und einem Monat mit potenziellen Umsatzeinbußen ausmachen. Laut unserer Untersuchung beläuft sich der Wert dieser potenziellen Auftragseinbußen in der DACH-Region im Schnitt auf über 245.700€ pro Jahr. Für kostenbewusste Unternehmen eine erschreckende Zahl.

4. Mit einer SaaS-Lösung ist Ihr Onlineshop 24/7 erreichbar

Oberste Priorität sollte also sein, einen Ausfall des Onlineshops zu vermeiden. Viele der Befragten IT-Experten stellten fest, dass eine Uptime-Garantie einzig und allein mit digitaler Prozessautomatisierung möglich ist. Wird die Wartungsverantwortung auf die Lösung selbst übertragen, entfällt die Notwendigkeit, extra Arbeitskräfte dafür abzustellen. Auch in diesem Bereich kann eine SaaS-Lösung punkten.

Verwalten Sie Ihren Onlineshop sicher über die Cloud, können Sie Verbesserungen und Patches automatisch ausführen lassen – noch bevor jemand merkt, dass ein Problem besteht. Automatisierte Updates haben außerdem den Vorteil, dass nicht mehr alles manuell und per Hand aktualisiert werden muss.

5. Frustration lässt IT-Führungskräfte über ihre Möglichkeiten nachdenken

Sie sind bezüglich Ihrer E-Commerce-Lösung mit Ihrem Latein am Ende? Vielleicht tröstet es Sie, dass Sie nicht der oder die Einzige sind. 92 % der deutschsprachigen IT-Führungskräfte sind in wenigstens einem Punkt von ihrer B2B E-Commerce-Lösung enttäuscht. Diese Zahl ist alarmierend, denn sie zeigt, dass Software-Anbieter die Erwartungen und Bedürfnisse von IT-Verantwortlichen offensichtlich nicht erfüllen.

Um das zu vermeiden, sollten IT-Experten aktiv in den Aufbau intelligenter IT-Infrastruktur involviert werden und ihre Kenntnisse nutzen, um den Software-Kauf an klar umrissenen IT-Anforderungen auszurichten. Denn eine unzureichend kritisch hinterfragte E-Commerce-Lösung kann schnell Löcher ins Budget fressen, viel Arbeitszeit kosten und für unternehmensweite Unstimmigkeiten sorgen.

Ganz zu schweigen davon, dass langjährige Kundenbeziehungen, die Ihr Unternehmen aufgebaut hat, darunter leiden können. Eine passende B2B E-Commerce-Lösung beugt Ausfallzeiten vor und unterstützt die Ziele, die IT-Experten mit digitaler Prozessautomatisierung vor Augen haben.

6. Automatisierung mittels priorisierter Integration

Durch eine B2B E-Commerce-Lösung, die sich mühelos in Ihre IT-Infrastruktur einfügt, lassen sich Prozesse mittels Synchronisierung und Automatisierung beschleunigen. So werden u. a. Preisänderungen oder Produkteinführungen über Ihr ERP-System automatisch im Onlineshop übernommen.

Wie sich diese Integration auf Ihrer Gesamtbetriebskosten auswirkt und wie dadurch Budget für andere Prioritäten freigesetzt wird, haben wir oben bereits erwähnt. Darüber hinaus kann integrierter B2B E-Commerce durch gigitale Prozessautomatisierung die Arbeitsverantwortung und den Ideenreichtum Ihres IT-Teams stimulieren. Das heißt, Sie könnten mehr Ressourcen für die Realisierung anderer IT-Projekte aufwenden und so zum zukunftssichersten Unternehmen Ihrer Branche zu werden.

Ronnie Hollemans von der niederländischen Baumarktkette Polvo legt in einer neuen Podcast-Folge offen, wie visionäre IT-Führung aussehen kann. Selbst in einer traditionelleren Organisation konnte Hollemans seine IT-Abteilung und die kaufmännischen Teams dazu animieren, die IT nicht nur als Problemlöser zu betrachten. Mithilfe von Automatisierung können komplexe Preisaktualisierungen mühelos durchgeführt werden, wodurch mehr Zeit für die Entwicklung neuer Technologien bleibt.

7. B2B E-Commerce führt zu einem Dominoeffekt

Ob positiv oder negativ: Der Effekt von B2B E-Commerce ist nicht zu leugnen. Passt eine Lösung nicht zum Unternehmen, kann sie jahrelang Probleme verursachen. Bekommen IT-Experten von Anfang an Mitspracherecht und skizzieren ihre bevorzugte Integration, ist das Ergebnis häufig ein positiver Dominoeffekt dank verringerter Arbeitsbelastung und einer fast vollständigen digitalen Prozessautomatisierung.

Mehr über die schwerwiegenden Folgen von E-Commerce Fehlinvestitionen und die Rolle von IT-Experten in Digitalisierungsentscheidungen erfahren Sie im ersten Ausschnitt unseres IT-Reports.

Was IT-Profis wirklich über schlechten B2B E-Commerce denken

Erfahren Sie, was IT-Führungskräfte über die Herausforderungen, Chancen, Auswirkungen auf das Geschäft und vieles mehr im Zusammenhang mit B2B-E-Commerce denken.