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Der deutsche Maschinenbau in der Digitalisierungskrise

B2B E-Commerce

Ursula Koller März 29, 2018

Der Maschinenbau in Deutschland ist nach wie vor eine der stärksten Industrien, vor allem im Auslandsgeschäft. In Sachen Industry 4.0, sprich Internet of Things und Smart Factories, ist der deutsche Anlagen- und Maschinenbau sehr gut vorbereitet.

Trotzdem liegen die Unternehmen, wenn es um das Thema Digitalisierung geht, im Branchenvergleich weit zurück und viele Unternehmen drohen den Anschluss zu verlieren.

Erfahren Sie mehr über die digitalen Trends und der Industrie 4.0 des Maschinen- und Anlagenbaus im aktuellen Maschinenbau Trendreport.

Maschinenbau Trendreport

Ausländische Konkurrenten haben enormen Vorsprung

Der Konkurrenzdruck durch amerikanische Unternehmen, die durch kreative Geschäftsmodelle punkten, sowie chinesische Konkurrenten, die ihren Kostenvorteil und kürzere Markteinführungszeiten ausspielen, steigt stetig. „Europas Stärken liegen in den hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern und der daraus folgenden Produkt- und Servicequalität“, erläutert Wolff van Sintern, Seniorpartner bei McKinsey. Die Frage ist, ob das den deutschen Anlagen- und Maschinenbau auch noch in der Zukunft schützt. In einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zum Thema „Beyond the Hype: Which Companies Are the Real Champions of Building the Digital Future“ wird deutlich, dass die digitalen Vorreiter vermehrt aus den USA kommen.

Bedeutung der Digitalisierung für den Maschinenbau

Wie wichtig ist die Digitalisierung für den deutschen Maschinenbau?

Digitalisierung Maschinenbau

IT-Produkte

Wenn innovative deutsche Maschinenbauer auch weiterhin mit IT-Produkten für die Industry 4.0 Punkten wollen, müssen sie auch in die Digitalisierung investieren. „Viele Maschinenbauer stehen vor der Entscheidung, ob sie vor allem Maschinen verkaufen, oder darüber hinaus auch IT-Produkte in den Bereichen Datenanalyse, künstliche Intelligenz und Robotics anbieten wollen. Dazu müssen sie aber mehr investieren, insbesondere in ihre Software- und IT-Fähigkeiten und in die Digitalisierung ihrer Prozesse“, so Michael Rüßmann, Senior Partner und Experte für Technologie und digitale Transformation bei BCG.

Digitalisierung Maschinenbau

Organisatorische Agilität

Auch die Bedeutung der organisatorischen Agilität nimmt in dem dynamischen Markt an Bedeutung zu. Das ideale Produkt anzubieten reicht nicht mehr aus. Disruptive, digital ausgerichtete Hersteller nehmen diese Denkweise voll und ganz auf, was sie zu einer Bedrohung für größere, traditionelle Organisationen macht. Die Digitalisierung eröffnet den Zugriff auf Echtzeitdaten, mit denen Algorithmus basierte Entscheidungsprozesse implementiert werden können. Dies erhöht die Effizienz in der gesamten Organisation und verbessert die Prozesse. Ein enormer Wettbewerbsvorteil für digitalisierte Unternehmen auf ganzer Linie.

Digitalisierung Maschinenbau

Kundenanforderungen

Ein weiteres Argument für die Digitalisierung des Maschinenbaus sind die Kundenanforderungen. Hier kann ein klarer Trend hin zu den B2C Standards beobachtet werden, denn Konsumentenerfahrungen prägen die professionellen Käufererwartungen. Fertigungsunternehmen transformieren vermehrt ihre Geschäfte, um sich den wechselnden Kundenanforderungen anzupassen, die von den B2C-Einkaufserfahrungen beeinflusst werden. Ein großes Thema ist hier die digitale Kundenansprache, die bei Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus noch weit hinter den Erwartungen der Kunden liegt.

Wie können die digitalen Nachzügler des Maschinen- und Anlagenbaus auf diese Entwicklungen und Trends reagieren?

Mit intelligenter Integration die Digitalisierung meistern

Es gibt keine Masterlösung, mit der Unternehmen die digitale Transformation erfolgreich umsetzen und im Unternehmen implementieren. Wir sind uns aber sicher, dass es zwei Systeme gibt, die bei der Digitalisierung von Unternehmen im Mittelpunkt stehen sollten – das ERP-System und die E-Commerce Lösung.

Das ERP-System dient als Quelle aller Informationen und Berechnungen. Ein bidirektionaler Echtzeit-Datenaustausch zwischen dieser einzigen Quelle der Wahrheit und anderen geschäftskritischen Systemen ist eine leistungsstarke Waffe, die Ihr digitales Transformationsarsenal erweitert.

Um die Digitalisierung von Unternehmen der Industrie nicht nur auf Produktebene (Industrie 4.0), sondern auch auf Serviceebene durchzuführen, sollte E-Commerce unbedingt ein Bestandteil der digitalen Transformationsstrategie sein. Dies sieht auch Michael Grebe, Senior Partner und Technologie-Experte bei BCG so: „Die digitale Kundenschnittstelle auszubauen und auch für die Gewinnung von Daten zu nutzen, ist für digitale Nachzügler ein wichtiger Schritt. Nur so können sie in Zukunft nachhaltig Umsatz machen und sich Investitionsspielraum verschaffen.“

Aber wie heben sich die digitalen Nachzügler nun von den digitalen Vorreitern ab? E-Commerce haben schließlich schon einige der Maschinen- und Anlagenbauunternehmen.

Ganz einfach: Durch eine intelligente Verbindung beider Systeme – ohne Schnittstellen! Wenn die E-Commerce Software direkt mit dem ERP-System integriert wird, kann die Online-Plattform alle Daten des ERPs in Echtzeit nutzen.

Diese ERP E-Commerce Integration hat enorm viele Vorteile:

  • Keine Synchronisierungen
  • Reduktion der manuellen Administration
  • Eliminierung menschlicher Fehler
  • Automatische Auftragsbearbeitung
  • Effizientere Prozesse
  • Echtzeitdaten für die Kunden 24/7 im Onlineshop

Hiermit spielen Unternehmen einen ganz klaren Wettbewerbsvorteil aus, indem sie selbst digitale Vorreiter überholen können.

Erfahren Sie mehr über die Vorteile und Besonderheiten der ERP E-Commerce Integration, in dem Whitepaper – Die Vorteile einer integrierten Lösung – E-Commerce auf Ihr ERP-System zugeschnitten.

Die Vorteile einer integrierten Lösung