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B2B Mobile Commerce: Wie wichtig sind Smartphones & Tablets im B2B?

B2B E-Commerce Trends, Digitale Transformation

Lena Santen Februar 7, 2018

Mobile First! Ein Hype der derzeit kein Unternehmen, das online verkauft, in Ruhe lässt. Aber ist der Verkauf über mobile Endgeräte für jedes Unternehmen essentiell? Eines können wir definitiv sagen: Ohne mobile Shopversion geht Ihnen Ihr Anteil an 23 Milliarden Euro durch die Lappen!

Das ist der Wert, der nach Schätzungen im Jahr 2018 allein in Deutschland über den Verkauf via mobiler Endgeräte umgesetzt werden wird. Gilt das denn auch für B2B-Unternehmen? Dieser Frage sind wir näher auf den Grund gegangen.

Ganz kurz: Was ist Mobile Commerce?

Mobile Commerce (auch M-Commerce) bezeichnet den elektronischen Handel über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets, die mit dem Internet verbunden sind. Dies ist somit ein Teil des E-Commerce Geschäfts, den Unternehmen heute nutzen, um Ihre Kunden bestmöglich und zu jeder Zeit zu erreichen. Der größte Vorteil von M-Commerce ist nämlich, dass Kunden mobil sind und aus jeder Situation heraus Bestellungen tätigen können – einzige Voraussetzung: Internetzugang.

Mit der stetig steigenden Nutzung mobiler Endgeräte (anstelle von Desktopgeräten) orientieren sich auch Unternehmen zunehmend um, um die Kunden dort anzutreffen, wo sie sich aufhalten.

Wesentlicher Bestandteil der Mobile Commerce Strategie ist die Anpassung des Onlineshops an die mobilen Endgeräte. Dies lässt sich durch ein responsives Design des Onlineshops oder einer Mobile App umsetzen. Neben dem Design spielen noch weiter Features im Mobile Commerce eine wichtige Rolle, um den Erwartungen der mobilen Nutzer gerecht zu werden. Sie werden sehen, hier dreht sich alles um Zeiteffizienz.

Die 4 wichtigsten Features von Mobile Commerce

Warum ist M-Commerce so beliebt? Weil es einfach, schnell und flexibel ist! Stellen Sie sicher, dass Ihr mobiler Webshop dem gerecht wird.

  1. Schnelle Verarbeitung

Bei mobilen Webseiten oder Mobile Apps spielt die Seitenladezeit eine große Rolle. Dauert dies zu lange, verlässt der Käufer schneller Ihre Seite als es bei Desktop Anwendungen der Fall ist.

  1. Schnelle und einfache Bestellung

Der mobile Webshop muss übersichtlich und einfach zu navigieren sein. Aussagekräftige und nicht zu kleine Buttons leiten den Käufer transparent und schnell durch den Kaufprozess. Die Schritte des Kaufprozesses sollten auf ein Minimum reduziert werden.

  1. Benutzerfreundlichkeit

Kleines Display bedeutet mehr Fokus auf das Wesentliche. Personalisierungen helfen, dem Käufer nur das zu zeigen, was dieser sehen will.

  1. Flexible Zugänglichkeit

Mobile Commerce bedeutet Flexibilität für den Nutzer. Ihr Webshop sollte somit flexibel auf alle mobilen Geräten reagieren und immer erreichbar sein.

B2B Mobile Commerce

Die Features oder auch Must-Haves des Mobile Commerce im B2B Bereich unterscheiden sich kaum von denen im B2C-Bereich. Es gibt unzählige Statistiken zu Mobile Commerce im B2C Bereich, die ein starkes Wachstum dieses Absatzkanals belegen und voraussagen. Die Frage nach dem Nutzen von B2B Mobile Commerce im Verkauf an Endkunden erübrigt sich somit. Aber wie sieht das im Business to Business Bereich aus? Die Boston Consulting Group kam im Zuge einer Forschung in Zusammenarbeit mit Google zu einigen interessanten Ergebnissen:

  • 80 % der B2B-Käufer nutzen mobile Geräte bei der Arbeit und mehr als 60 % berichten, dass das mobile Gerät bei einem kürzlich erfolgten Kauf eine wichtige Rolle gespielt hat.
  • Google hat festgestellt, dass etwa 50 % der B2B-Anfragen heute auf Smartphones getätigt werden. BCG erwartet, dass diese Zahl bis 2020 auf 70 % anwachsen wird.

Die Möglichkeiten von Mobile Commerce im B2B

Welche Möglichkeiten gibt es aber im B2B Bereich. Wie können Shopbetreiber Mobile Commerce nutzen, um Ihren Umsatz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

  • Absatzkanal

Nutzen Sie Mobile Commerce als Absatzkanal. Ermöglichen Sie Ihren Kunden immer und überall Bestellungen zu tätigen – sei es von einer Baustelle aus oder im Zug zur Arbeit.

  • Produktpräsentation

Statten Sie Ihre Vertriebsmitarbeiter mit einem Tablet aus, um bei Kundenbesuchen Produkte einfach visuell präsentieren zu können. Ihr Mitarbeiter kann direkt mit Ihrem Kunden eine neue Bestellung tätigen und den Deal direkt abschließen.

  • Kundenkommunikation

Mobile Commerce über Mobile Apps bietet ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation mit Ihren Kunden. Senden Sie Push-Nachrichten mit Updates über neue Produkte oder wieder verfügbare Produkte direkt an Ihre Kunden.

Die Inhalte Ihres Webshops können über eine App auch offline verfügbar gemacht werden. Zudem ist es mit Mobile Apps möglich auf Funktionen und Inhalte des Endgeräts zuzugreifen wie z.B. der Bank App für die Bezahlung. Durch Lokalisierung können Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort angesprochen werden.

Herausforderungen für Mobile im B2B

Neben all diesen Vorteilen für B2B Mobile Commerce gibt es leider auch einige Herausforderungen für die Verwendung mobiler Endgeräte für den Verkauf im B2B.

  • Abbildung detaillierter Produktinformationen

Speziell im B2B Geschäft wollen Kunden mehr Produktinformationen erhalten und benötigen sie auch, wenn es zum Beispiel um Einzelteile einer Maschine geht. Schließlich umfasst eine Bestellung im B2B Bereich nicht allzu selten mehrere 100 Stück.

Da will sich der Kunde 100 % sicher sein, dass es sich um das passende Produkt handelt. Viele Informationen stehen allerdings dem „weniger ist mehr“ Prinzip des Mobile Commerce im Weg. Für eine gute Customer Experience müssen Sie einen Weg finden, Ihrem Kunden alle wichtigen Informationen zur Verfügung zu stellen, ohne dass es die Usability einschränkt.

  • Vom Webshop zum Mobile Web

Viele B2B-Unternehmen, die bereits einen Webshop haben, verfügen noch über einen Webshop der ersten Generation. Diese veralteten Systeme für mobile Endgeräte zu optimieren erfordert einiges an Aufwand. Hier sollte mit dem Gedanken gespielt werden, direkt auf eine neue Software zu setzen, bei der direkt alles mit einer mobilen Denkweise entwickelt wird.

Ein B2B-Unternehmen, dass diese Transformation erfolgreich umgesetzt hat, ist IHL Canada. Der alte Webshop konnte nicht mit ihrem ERP-System Microsoft Dynamics verbunden werden. Um eine bessere Omnichannel Erfahrung über alle Kanäle hinweg zu bieten, entschied sich das Unternehmen für einen zukunftsfähigen neuen Webshop – Sana Commerce.

Fazit: B2B Mobile Commerce ist die Zukunft

Während die Anzahl der über mobile Endgeräte getätigten B2B Einkäufe heute noch gering ist, kann der Trend hin zur Verwendung von mobilen Geräten im B2B aber logisch abgeleitet werden. Laut Forrester Research werden 2020 bereits 12 % aller B2B Umsätze durch E-Commerce generiert werden.

Wie bereits erwähnt, ist heute aber schon bei vielen B2B Einkäufen die Recherche über mobile Geräte ein wichtiger Schritt in der Customer Journey. Wer nun eins und eins zusammenzählt, sieht einen klaren Trend für B2B Mobile Commerce, der hauptsächlich durch die neue „Digitale Generation“ (Millennials), die Manager und Arbeiternehmer von morgen, vorangetrieben wird.