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Die Lebensmittelindustrie: schnelle Markteinführungszeiten mit E-Commerce meistern

Denise Castillo
October 20, 2020

Aufgrund der Verderblichkeit müssen Lebensmittel und Getränke so schnell wie möglich verkauft werden. Nur so können die hohen Qualitätsansprüche der Kunden erfüllt, und die Nachfrage befriedigt werden.

Bei komplexen logistischen Prozessen wird es schwierig, wechselnde Nachfragemengen der Kunden zu decken.

Ein integriertes E-Commerce-System kann Unternehmen in der Lebensmittelindustrie sehr dabei helfen.

Wie? Dies und weitere Branchentrends erfahren Sie in diesem Blog.

Der Status Quo für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Die Lebensmittelbranche ist durch schnelle Markteinführungszeiten und Produktströme innerhalb einer Firma charakterisiert, insbesondere durch die verderblichen Produkte und deren Ablaufdaten. Wer möchte schon gerne Lebensmittel und Getränke konsumieren, deren Verfallsdatum fast oder bereits erreicht ist?

Unzufriedene Kunden kommen nicht wieder. Unternehmen müssen also auch ihre internen Prozesse anpassen, um den Wünschen ihrer Kunden so schnell wie möglich nachzukommen. Da Konsumenten außerdem meist nicht direkt von einem Großhändler kaufen, muss die gesamte Supply Chain der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit ihrer komplexen internen Logistik diese Anforderungen erfüllen.

Schnelle Produkteinführungszeiten und die interne Komplexität zeichnen die Branche aus. Doch inzwischen sind digitale Innovationen auch für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie verfügbar, um diese Herausforderungen zu meistern.

Trends und Herausforderungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Laut einer Prognose von eMarketer aus dem Jahr 2019 wird der E-Commerce im Lebensmitteleinzelhandel in diesem Jahr um 18% wachsen – und damit die am schnellsten wachsende Produktkategorie im Internet sein. Dies wird dazu führen, dass der Umsatz alleine in den USA bis zum Ende des Jahres 16 Milliarden Euro übersteigen wird.

In Deutschland wird sich der Online-Verkauf bis 2030 vermutlich verfünffachen und somit bis zu 9% des Gesamtumsatzes der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ausmachen. Warum? Die Branche wendet alternative Methoden an, um den Kundenwünschen gerecht zu werden.

Es gibt eine Reihe von Trends und Herausforderungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die auffallen. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren. Außerdem können Sie unseren E-Commerce-Trendreport für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie herunter, um weitere Details zu erhalten.

1. Regulatorische Einschränkungen

Die Lebensmittelversorgungskette verlangt weiterhin von allen Akteuren die Einhaltung strenger operativer Praktiken zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit und -qualität. In Anbetracht der möglichen Folgen, die sich aus der Lieferung abgelaufener oder verunreinigter Lebensmittel und Getränke an die Verbraucher ergeben können, wird sich dies in Zukunft wahrscheinlich nicht ändern.

Diese Regelungen beinhalten:

  • Sicherheit
  • Qualität
  • Beschriftung
  • Authentizität
  • Fisch- und Fleisch-ID
  • Transport
  • Kühlung

Dann wäre da die Kreislaufwirtschaft, die auch Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie dazu veranlasst, systematisch Abfall zu reduzieren, indem sie den Lebenszyklus der Produkte und Materialien verlängert. Ein gutes Beispiel dafür wäre die Verwendung von Brauerei-Getreide zur Herstellung von Lebensmitteln für die Viehzucht.

Außerdem liegen zwei weitere, miteinander verbundene Herausforderungen vor.

Nach einem verhaltenen Start erlebt der E-Commerce in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie einen Aufschwung. Gleichzeitig verlangen die Kunden immer schnellere Lieferungen im gesamten E-Commerce-Sektor. Große Technologieunternehmen wie Amazon und Google bieten sogar eine Lieferung am selben Tag an, um den ständig steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden.

2. Die Notwendigkeit von Effizienz

Jeder dieser Herausforderungen unterstreicht die Bedeutung von Effizienz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Die größte Aufgabe, die wir hier sehen, besteht in der Aufrechterhaltung der Informationsgenauigkeit in jeder Phase der Lieferkette – etwas, das schwierig ist, wenn man mit einer Informationsüberflutung umgehen muss.

Ein weiteres Risiko, das mit der Informationsüberflutung verbunden ist, ist die Überlastung der Lagerbestände. Untersuchungen haben ergeben, dass die Lagerbestände der wichtigste Aspekt sind, der bei der Entwicklung einer optimalen Preisstrategie für Lebensmittel- und Getränkeprodukte zu berücksichtigen ist. Mit anderen Worten: Ihr Bestand wirkt sich direkt auf den Verkauf aus, denn letztendlich geht es nur um Zeit- und Informationsmanagement.

3. Der Aufstieg des E-Commerce in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Was kann Ihr Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen also tun, um die heutigen Herausforderungen der Branche zu meistern?

Zunächst einmal ist ein exzellentes Zeit- und Informationsmanagement unerlässlich, um Abfall zu reduzieren und die Qualität der gelieferten verderblichen Waren zu verbessern. Einkäufer müssen wissen, wann Produkte zur Bestellung verfügbar sind und wann sie geliefert werden.

Hier kommt der E-Commerce für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ins Spiel. Der Trick dabei ist, dass Lebensmittel- und Getränkeunternehmen nicht eine herkömmliche E-Commerce-Lösung benötigen, sondern ein Online-Verkaufsportal, das vollständig in die Quelle all Ihrer wichtigen Geschäftsdaten und -logik integriert ist: Ihr ERP.

ERP-E-Commerce: Neue Herausforderungen mit einem bereits vorhandenen Tool bedienen

Wenn Sie über ein ERP-System wie SAP oder Microsoft Dynamics verfügen, haben Sie bereits ein entscheidendes Werkzeug für Zeit- und Informationsmanagement. Ihr ERP hilft Ihnen bereits mit Ihren Geschäftsprozessen. Es kann jedoch noch mehr: Ihre Position im Markt verbessern.

Diesen extra Vorteil können Sie aus Ihrem ERP-System herausholen, indem Sie es mit einem E-Commerce System zu einer Einheit verschmelzen. So können Sie wesentliche Produkt- und Logistikdaten in Ihrem Webshop anzeigen lassen, wie z.B. aktuelle und sogar zukünftige Bestandsdaten.

Wenn Sie Ihre E-Commerce Lösung in Ihr ERP integrieren, wird Ihr ERP-System zum Werkzeug für Zeit-und Informationsmanagement, mit dem alle Ihre Prozesse und Daten an einem zentralen Ort verwaltet werden. Dies wird Ihnen helfen, den Anforderungen Ihrer Kunden nachzukommen – sowohl jetzt als auch in der Zukunft.

E-Commerce in der Lebensmittelindustrie – Praxisbeispiele

Ein Beispiel, wie E-Commerce in der Lebensmittelindustrie richtig umgesetzt wurde, ist die Firma Amazon. Diese haben mit Amazon Fresh bereits die Lebensmittel- und Getränkeindustrie erschlossen und bieten Lieferzeiten von bis zu einer Stunde an. Da Apps immer fortschrittlicher werden und Millennials – die Verbraucher, die die meisten Lebensmittel online einkaufen – zunehmend in ein einkommensstarkes Lebensalter kommen, ist Amazon bereit, durch E-Commerce einen Anspruch auf den Lebensmittel- und Getränkemarkt zu erheben.

Aber es sind nicht nur Großunternehmen, die verbesserte E-Commerce-Tools zur Optimierung ihrer Lieferkette einsetzen. Kleinere Organisationen wie das Franchise-Unternehmen Kippie, Kunde von Sana Commerce, ist dem Trend des E-Commerce gefolgt und hat erfolgreich seine Auftragsabwicklung automatisiert und den B2B- und B2C-E-Commerce in einer Plattform vereint.

Dies schaffte das Unternehmen, indem es sein ERP-System Microsoft Dynamics NAV mit der E-Commerce Lösung von Sana Commerce integrierte. Da alle Geschäftsdaten sich im ERP befinden, gibt es mit einer integrierten Lösung keine Probleme bezüglich Datentransfers oder Synchronisationen – lediglich effizientes Informationsmanagement. Genau dies wird gebraucht um die Markteinführungszeiten so kurz wie möglich zu halten.

Weitere E-Commerce Erfolgsgeschichten von B2B-Unternehmen finden Sie hier.

Chancen des E-Commerce für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Der B2B-E-Commerce ist auf dem Vormarsch, und er wird nur dank immer ausgereifterer digitaler Netzwerke und einer wachsenden Zahl von Online-Käufern weiter wachsen.

Alleine in den USA wird der B2B E-Commerce Markt bis 2020 seinen Wert verdoppelt haben und $1 Billion US Dollar erreichen. Nielsen geht davon aus, dass auch die Lebensmittel- und Getränkeindustrie von diesen Entwicklungen profitieren wird. Seiner Forschung zufolge werden 55% der Kunden in der Zukunft bereit sein, ihre Lebensmittel und Getränke online zu kaufen.

Dank des B2C-Marktes ist klar, dass für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein großes Wachstumspotenzial für den E-Commerce besteht. In einer kundenorientierten Branche sollten sich Großhändler und Hersteller dieses Trends bewusst sein und ihn zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie eine noch kürzere Markteinführungszeit für ihre Produkte realisieren.

Möchten Sie herausfinden, wie Sie die Käufernachfrage in B2B-Online-Vertriebskanälen besser bedienen können? In unserem Buyer-Report erfahren Sie, wie B2B-Einkäufer heute einkaufen wollen.

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