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E-Commerce in der Möbelbranche: Trends, Möglichkeiten & Best Practices

Denise Castillo
December 15, 2020

Der Markt rund um Möbel und Einrichtungsgegenstände ist ein Markt, der reif für die Digitalisierung ist, und E-Commerce ebnet den Weg dazu. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie E-Commerce in der Möbelbranche am besten umgesetzt werden kann.

Status quo des E-Commerce in der Möbelbranche

Der Möbelhandel ist weltweit im Umbruch. Alteingesessene Marktführer wie Ikea oder POCO müssen heutzutage auch mit Online-Mitstreitern wie home24 oder Westwing konkurrieren.

Die zuvor herrschende Meinung, dass Möbel sich nicht für den Online-Handel eignen, haben viele Unternehmen bereits abgelegt. So auch Ikea: 2019 steigerte das skandinavische Unternehmen seinen Online-Umsatz in Deutschland um 33 %.

Online-Möbelverkäufe stellen eine der stärksten E-Commerce-Verkaufskategorien in den Vereinigten Staaten dar. Welche Auswirkungen hat dies auf die Branche und welchen Einfluss hat das auf den deutschen Markt für Möbel?

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E-Commerce fördert das Wachstum der Möbel- und Haushaltswarenindustrie

Das Marktvolumen der Möbel- und Haushaltswarenindustrie wird laut Statista in Deutschland bis 2025 voraussichtlich 10.500 Mio. € erreichen; dies entspricht einem erwarteten jährlichen Umsatzwachstum von 6,9%.

Darüber hinaus wird prognostiziert, dass die Umsätze im E-Commerce-Markt für Möbel & Haushaltswaren in Deutschland in den nächsten 3 Jahren von 6.394,9 auf 8,908,5 Mio. € wachsen werden.

Die Branche wächst, und es macht Sinn, dass E-Commerce bei diesem Trend eine zentrale Rolle spielt.

Unsere Forschung zeigt auch, dass selbst unter den Unternehmen der Branche, die bereits Erfahrungen mit E-Commerce haben, E-Commerce weiterhin als hohe Priorität angesehen wird. So planen 78% von ihnen, ihren Webshop in den nächsten zwei Jahren zu erweitern oder aufzurüsten, was weitgehend auf der hohen Kundennachfrage basiert.

Wesentliche E-Commerce Trends in der Möbelindustrie

Trend #1: Millennials – die neuen Käufer

Die neue Generation von Käufern wendet sich vorrangig an das Internet, um sich zu informieren, Preise zu vergleichen und Produkte zu bestellen. Werfen Sie einen Blick auf Branchen-Trendsetter wie Ikea:

Viele Käufer haben nicht mehr das Bedürfnis, ein Möbelstück vor der Bestellung physisch zu erleben. Stattdessen verlassen sie sich auf hochwertige Produktabbildungen in 3D Ansicht, Augmented Reality und Kundenbewertungen von ihren Altersgenossen.

Trend #2: Mehr E-Commerce-Optionen denn je

Gleichzeitig legt die neue E-Commerce-Softwaretechnologie die Messlatte für die Kauferfahrung von Kunden und professionellen Käufer höher.

Webshops bieten endlose Möglichkeiten, Produkte und Produktvariationen online dazustellen, wodurch ein Online-Katalog oder Webshop viel attraktiver wird. Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten, wenn es um die Anpassung und das Design von Webshops geht.

Trend #3: Neue Wege um zu finden, was man sucht

Verbraucher, die auf der Suche nach einzigartigen, originellen Produkten sind, haben es oft schwer, genau zu formulieren, was sie von einem Produkt oder Design erwarten. Es ist oft eine Frage des Geschmacks, und das lässt sich nur schwer zusammenfassen.

Erweiterte Suchfunktionen und Filter im Webshop machen es den Käufern immer einfacher, online ihre Suche einzugrenzen.

Wenn wir dann noch den Vorteil betrachten, dass Artikel sofort bestellt und direkt versendet werden können, ist es leicht zu erkennen, warum E-Commerce an Attraktivität gewinnt.

Die schmaler werdende Kluft zwischen Online- und Offline-Käuferpräferenzen

Viele sind noch immer davon überzeugt, dass Produktbeschreibungen und 360-Grad-Bilder niemals ein Erlebnis aus dem wirklichen Leben wie das Liegen auf einem Bett oder das Öffnen eines Küchenschranks ersetzen können.

Die Technologie entwickelt sich jedoch rasch weiter und könnte dies eines Tages kompensieren.

Mit der VR-Technologie haben Online-Händler beispielsweise die Möglichkeit, Interessenten Produkte in ihren eigenen 4-Wänden visualisieren zu lassen.

360-Grad-Bilder helfen Online-Haushaltswaren- und Möbelgeschäften auch dabei, das Fehlen eines greifbaren Erlebnisses auszugleichen.

Fügen Sie Boniwie Gratis-Versand und Gratis-Artikel bei Bestellungen über einen bestimmten Wert hinzu, und Sie besiegeln schnell das Geschäft für Käufer, die sich nicht sicher sind, wo sie ihren Kauf tätigen sollen.

Eine Basis schaffen: Der Einstieg mit einem Online-Katalog

Viele Großhändler und Distributoren beginnen mit einem Online-Katalog. Dies hilft den Kunden, sich an den Gebrauch Ihrer Website zu gewöhnen, und gibt Ihrem Unternehmen etwas Zeit, die vollständige Digitalisierung Ihres Bestellvorgangs voranzutreiben.

Domus, einer der führenden Händler von LED-Beleuchtung und Deckenventilatoren in Australien, startete mit einem Online-Katalog.

Nach einigen Jahren wurde ihnen aber klar, dass ein Online-Katalog für die Bedürfnisse ihrer Kunden nicht mehr ausreichend war.

„Es war ein unabhängiges, völlig separates System”, sagt Francis Care, Operations Director bei Domus.

„Es gab keine zusätzliche Funktionalität.” Die Website zeigte Produktinformationen an, und die Kunden riefen an, faxten oder schickten E-Mails, um ihre Bestellungen aufzugeben.

„Es gab kein besonderes Problem, das wir zu lösen versuchten, aber wir wollten unseren Kunden immer einen besseren Service bieten, indem wir ihnen Zugang zu Rechnungen, Daueraufträgen, Echtzeit-Preisen und Lagerverfügbarkeit gewährten. Und wir wollten aus Sicht der Geschäftsprozesse effizienter werden.”

–Francis Care, Operations Director bei Domus.

Der nächste Schritt: Vom Online-Katalog zum Webshop

Domus lancierte schließlich einen Webshop, der mit ihrem ERP integriert wurde – Microsoft Dynamics NAV.

„Sana Commerce passt gut zu uns, weil es sich nahtlos integrieren und in Betrieb nehmen lässt. Und wir brauchten etwas, das leicht zu implementieren ist, weil wir so viele Produkte haben”, sagt Care.

Der Umstieg auf eine Webshop-Lösung bietet zahlreiche Möglichkeiten. Domus konnte nun die IT-Architektur verbessern und wichtige zentrale Geschäftssysteme integrieren, die zuvor in Silos untergebracht waren.

„Ich kann sicherstellen, dass unsere Kunden über alle Informationen verfügen, die sie für ihre Kaufentscheidungen benötigen. Früher waren diese Informationen verteilt – jetzt sind sie alle zentral gespeichert. Das hilft mir auch, Zeit zu sparen, was ausgezeichnet ist.“

–Francis Care, Operations Director bei Domus.

Das Ziel: Mit Omnichannel Kunden online und offline optimal bedienen

Trotz der Benutzerfreundlichkeit, die der neue Webshop bot, haben jedoch nicht alle Kunden von Domus ihre altbekannten Bestellwege verworfen.

„B2B-E-Commerce ist dort, wo wir zu Hause sind, nicht beliebt. Er ist relativ neu; wir waren eines der ersten Unternehmen, das B2B E-Commerce in unserer Branche eingeführt hat. Ich sehe den B2B E-Commerce jedoch wachsen. Im Moment wird er wahrscheinlich nicht voll ausgeschöpft und unterschätzt, aber ich sehe definitiv, dass sich das ändert.“

–Francis Care, Operations Director bei Domus.

Der neue Webshop trifft noch nicht bei allen Kunden auf großen Optimismus.

„Einige unserer Kunden sind sehr traditionell”, sagt Care, „aber für die meisten ist es großartig. Diejenigen, die es benutzen, lieben es. Unsere Kunden können ihre eigenen individuellen Preise und Rabatte einsehen – sie können alles ganz einfach online überprüfen”.

Der Einstieg in das E-Commerce Geschäft bedeutet nicht, dass Sie Ihr physischen Geschäfte aufgeben müssen, aber wenn Sie Ihrem Angebot einen Webshop hinzufügen, haben Sie die Möglichkeit, neue Vertriebskanäle wie Dropshipping zu erschließen, Ihren Kunden rund um die Uhr Selbstbedienung zu ermöglichen und Ihre IT-Architektur und Geschäftsprozesse erheblich zu verbessern.

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