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B2B E-Commerce Projekt: 5 Fehler die Sie vermeiden sollten!

B2B E-Commerce, B2B E-Commerce Projekt

Melanie Volkmann Februar 18, 2019

Die Entscheidung für eine E-Commerce Software ist ein wichtiger Schritt in Ihrem B2B E-Commerce Projekt. Doch leider ist damit nicht bereits der große Online-Erfolg vorprogrammiert.  

Viele Unternehmen stoßen während Ihres B2B E-Commerce Projekts an ihre Grenzen. Bei unzureichender Planung kann bis zum Livegang des Webshops noch so einiges schiefgehen. Aber, das lässt sich auch ganz einfach vermeiden!

Als Expertin für Webshop-Projekte bei Sana Commerce mit langjähriger Erfahrung im Projektmanagement, habe ich 5 häufige Fehler zusammengefasst, um unerwartete Kosten und zeitliche Verzögerungen bei E-Commerce-Projekten zu vermeiden.

  1. Unterschätzter Content-Bedarf
  2. Die Bedürfnisse des Betriebs im Fokus statt die des Kunden
  3. Wichtige Parteien sind bei der Planung nicht involviert oder zu spät
  4. Zu viele Webshop-Funktionen und Anpassungen
  5. Keine klaren Ziele für den Webshop definiert

1. Unterschätzter Content-Bedarf

Ein Webshop ist nicht nur ein neuer Absatzkanal, sondern auch eine Informationsplattform für Ihre Kunden.

Da Ihre Kunden die Produkte nicht anfassen und testen können, müssen alle Artikel in Ihrem Webshop ausführlich beschrieben werden – mit Text und detaillierten Fotos. Auch sollte der Kunde Informationen zum Unternehmen, zum Kaufprozess sowie zu den Versand- und Rückgaberegelungen finden können.

Um Ihren Webshop auch für die Suchmaschinen zu optimieren, sollten auch Kategorien und Produktgruppen mit Textinhalten sowie Metadaten ausgestattet werden.

B2B E-Commerce Projekt - unterschätzter Content bedarf

Alles in allem ist der Content-Bedarf vor dem Launch eines Webshops sehr hoch – höher, als viele es zu Anfang einschätzen.

Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie rechtzeitig die richtigen Mitarbeiter für diese Aufgaben finden (SEO + Produkt Kenntnisse sind erforderlich) und diese mit der Erstellung der Inhalte frühzeitig beginnen.

Mein Tipp:
Bei einer Integration Ihres Webshops mit Ihrem ERP System lassen sich viele der hier gespeicherten Produktinformationen und Bilder direkt im Webshop abbilden.

2. Die Bedürfnisse des Betriebs im Fokus statt die des Kunden

Statt sich darauf zu konzentrieren, welche Funktionen Sie gerne in Ihrem Webshop hätten, sollten Sie sich in die Lage Ihrer Kunden versetzen.

Häufig haben unsere Kunden die tollsten Ideen und genaue Vorstellungen darüber wie der neue Webshop aussehen und funktionieren soll. Aber ist das auch, was der Kunde braucht/erwartet?

Gerade im B2B-Umfeld sind Kundenbedürfnisse sehr spezifisch. Individuelle Produkt- und Serviceangebote, kundenspezifische Konditionen, schnelle Auffindbarkeit von Ersatz- oder Zusatzteilen, Informationen zu Lieferzeiten und Verfügbarkeiten oder die Möglichkeit bestehende Rahmenvereinbarungen auszuwählen sind einige der Funktionen, die Kunden heute in B2B Webshops erwarten.

B2B E-Commerce Projekt - Kunden im Fokus

Von Funktionen dieser Art lebt die Qualität und Kundenorientierung eines Webshops und damit auch sein Umsatzerfolg.

Mein Tipp:
Auch diese Funktionen lassen sich mit einer ERP Integration schnell verwirklichen. Ihr Webshop kann so direkt auf diese Informationen und Preisberechnungen in Ihrem ERP zurückgreifen.

3. Wichtige Parteien sind bei der Planung nicht oder zu spät involviert

Zu viele Köche verderben den Brei! Daran gibt es nichts zu zweifeln. Trotzdem sollten bei Ihrem B2B E-Commerce Projekt alle wichtigen Parteien von Anfang an involviert sein. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass dies viele Missverständnisse und Verzögerungen von vorneherein aus dem Weg räumt.

B2B E-Commerce Projekt - ERP Partner nicht involviert

Wen sollten Sie also unbedingt direkt involvieren?

Mein Tipp:
Fragen Sie bei Unklarheiten einfach Ihren E-Commerce Anbieter – der dürfte mittlerweile Experte in E-Commerce Projekten sein.

4. Zu viele Webshop-Funktionen und Anpassungen

„Wenn wir schon einmal dabei sind, dann machen wir gleich alles!“ Klingt vernünftig. Manchmal ist abwarten und evaluieren aber die bessere Lösung.

Vielen Unternehmen ist gar nicht bewusst, was ihre Standard E-Commerce Lösung alles kann. Erst wenn Sie hier an den Rand der Möglichkeiten stoßen, sollten Sie Webshop-Anpassungen in Erwägung ziehen.

B2B E-Commerce Projekt - zu viele Anpassungen geplant

Richten Sie erst einmal alles Notwendige ein und geben Sie Ihrem Online-Geschäft Zeit, sich zu entwickeln und warten Sie die Reaktionen Ihrer Kunden ab. Dann lässt sich auch präzise identifizieren, welche Zusatz-Funktionen wirklich einen Mehrwert liefern und welche nur kostenintensive „nice-to-haves“ sind.

Mein Tipp:
Achten Sie schon bei der Auswahl Ihrer E-Commerce Software genau darauf, was Ihnen die unterschiedlichen Standard-Lösungen der Anbieter bieten. Umso mehr Customizations Sie hinterher benötigen, umso teurer und zeitaufwändiger wird Ihr B2B E-Commerce Projekt und die zukünftigen Webshop-Updates.

5. Keine klaren Ziele für den Webshop definiert

Mit jedem Projekt sollten klare Ziele verfolgt werden, sonst lässt sich der Erfolg am Ende nicht messen. Das mag logisch klingen aber nicht zu selten hören wir Ziele wie „Unseren Webshop launchen“.

Der Livegang eines Webshops ist definitiv ein Grund zum Feiern, aber viel wichtiger ist, welchen Einfluss der neue Vertriebskanal auf die Unternehmenszahlen hat.

B2B E-Commerce Projekt - keine klaren Ziele gesteckt

Dabei können neben höheren Umsätzen und mehr Kunden weitere messbare Ziele zum Tragen kommen wie beispielsweise:

  • beschleunigtes Order-Management durch automatisierte Prozesse zwischen Webshop und ERP-System
  • Entlastung im Kundenservice durch Self-Service-Funktionen
  • Abbau saisonaler Umsatzschwankungen
  • optimierte Lagerhaltung durch verbesserte Abverkäufe im E-Commerce usw.
Mein Tipp:
Formulieren Sie klare und messbare Ziele, die mit Ihrem Kostenaufwand im Einklang stehen und setzen Sie Meilensteine auf dem Weg zum Ziel – so gibt es auch häufiger einen Grund zum Feiern.

Als Projektmanagerin bei Sana Commerce bin ich täglich in Kontakt mit unseren Kunden die ich vom Kauf unserer Software bis zum Launch Ihres Webshops betreue. Kein Projekt ist gleich und jedes Unternehmen hat eigene Strukturen und Bedürfnisse, die wir beachten müssen.

Was ich aber bei all unseren Kunden sehe, ist, wie die direkte Integration unserer E-Commerce Software in Ihr ERP System ihnen viel Arbeit abnimmt und Ressourcen einspart. Wichtig ist aber im Vorfeld, sich über mögliche nötige Vorbereitungsmaßnahmen im Klaren zu sein. Dann steht einem erfolgreichen Webshop-Start „in-time“ und „in-budget“ nichts im Wege.

Die Vorteile einer integrierten Lösung